ek-2011-06

Eisenbahn-Kurier 6/2011

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Vorbild-Themen

  • Das Schick­sal der 218 441 II – oder: Wie ver­nichtet man sin­nvolle Tech­nik?
  • Der Loko­mo­tivbe­stand der Leuna-Anschlussbahn: Die Fahrzeuge der InfraLe­una
  • Einst & Jetzt: Der Hal­tepunkt Ensin­gen
  • Foto­dampf im Früh­ling – Fotozugver­anstal­tun­gen mit 38 1301 und 50 2740
  • Aschaf­fen­burg Hbf: Ein neuer Bahn­hof mit Vor­bild­funk­tion
  • Blu­men für die Eisen­bahn – Grü­nan­la­gen und Blu­men­schmuck bei der Reichs­bahn
  • Als Heizer auf der „Schleppe“: Unter­wegs im Gefälle­bahn­hof Dresden-Friedrichstadt
  • Dampf­wolken rund um Dres­den – Impres­sio­nen vom 3. Dres­d­ner Dampflok­tr­e­f­fen
  • Besuch im AW München Freimann im März 1959: Eisenbahn-Geschichte
  • Das Ende der Wismut-Werkbahn naht! – Abschied von den Wismut-V 300 im Jahr 2014
  • Glo­be­trot­ter: Die Eisen­bahn in Viet­nam

Der Loko­mo­tivbe­stand der Leuna-Anschlussbahn

leunaAm 20. Jan­uar 2011 wurde während einer fes­tlichen Ver­anstal­tung in Leuna eine neue Lok des Typs G 1206 an den Bere­ich Bahn­l­o­gis­tik der InfraLe­una übergeben. Sie wurde mit der inter­nen Num­mer 211 in den Loko­mo­tiv­park der Anschluss­bahn des tra­di­tion­sre­ichen mit­teldeutschen Chemie­s­tandortes ein­gereiht. Die neue Lok präsen­tiert sich eben­falls in der attrak­tiven blauen Lack­ierung aller Streck­en­loko­mo­tiven dieses Bere­iches.

Auch bei der neuen Lok wurde eine attrak­tive grafis­che Gestal­tung ver­wirk­licht, die sehr deut­lich dem Anspruch des Bere­iches Bahn­l­o­gis­tik der InfraLe­una gerecht wird: Wir bewe­gen was. Was ist das Beson­dere an dieser Geschichte? Der Leiter des Bere­iches, Matthias Schrecker, erk­lärte dazu: „Die Inbe­trieb­nahme einer Lok ist auch für uns Logis­tiker nicht alltäglich. Zudem wurde uns exakt die 200. Lok dieses Typs aus­geliefert.“ Und weiter führte er aus: „Etwa zwei Drit­tel der Güter wer­den bei uns über die Schiene trans­portiert. Das bedeutet 15.311 Züge für das Jahr 2010 mit 281.596 Wagen im Ein– und Aus­gang sowie 1.664 Züge mit 18.751 Wagen im EVU-Verkehr.“

Die beein­druck­enden Zahlen aus der Unternehmens­bi­lanz des Jahres 2010 erlauben daher einen kurzen Rück­blick in die 95-jährige Geschichte des heuti­gen Chemie­s­tandortes Leuna und seiner Anschluss­bahn…

Foto­dampf im Früh­ling

fotodampfMitte April fan­den gle­ich zwei Fotozugver­anstal­tun­gen unter dem Motto „Bundes­bahn­dampf“ statt: Stephan Herr­mann und die Ost­säch­sis­chen Eisen­bah­n­fre­unde hat­ten vom 15. bis zum 17. April die zur DB-P 8 ver­wan­delte 638.1301 der ÖGEG vor einem passenden Per­so­nen­zug in der Oberp­falz und in Ober­franken einge­setzt. Der zweite Fotozug – ein Güterzug – fuhr unter dem Titel „Abschied von der Alb“ mit der als 052 8406 be­schilderten 50 2740 der UEF am Oster­sam­stag zwis­chen Schelk­lin­gen und Klein­eng­stingen. Während an der P 8-Tour zahlre­iche (zahlende) Fotografen und Vide­ofilmer aus dem ganzen Land sowie den Nieder­lan­den, der Schweiz und Öster­re­ich teil­nah­men, wurde der Güterzug mit der 50er bewußt als Kle­in­grup­pen­ver­anstal­tung mit lediglich etwas mehr als 30 Teil­nehmern gefahren. Der EK war bei bei­den Ter­mi­nen vertreten.

Mit der P 8 durch die Oberp­falz

Die ÖGEG-P 8 hatte eine Gar­ni­tur aus Umbauwa­gen (DBK) und Eilzug­wa­gen (UEF) zu befördern. Die zwis­chen 15. und 17. April befahre­nen Strecken zu beschreiben …

Blu­men für die Eisen­bahn

Bauzug-BlumenEin zeit­genös­sis­cher Beitrag, wie er Mitte der dreißiger Jahre unter dem Titel „Grü­nan­la­gen und Blu­men­schmuck an den Arbeitsstät­ten der Reichs­bahn“ pub­liziert wurde, ver­an­schaulicht die Bemühun­gen der Deutschen Reichs­bahn, mit Blu­men und Pflanzen für ein optisch ansprechen­des Umfeld zu sor­gen. Später wurde lange noch eine ähn­liche Philoso­phie von der Deutschen Bun­des­bahn bzw. der Deutschen Reichs­bahn der DDR ver­folgt, mit beschei­de­nen Mit­teln die Eisen­bahn in der Außen­wirkung bunter und damit ansprechen­der erscheinen zu lassen. Wer­be­wirk­sam gegenüber den Reisenden, motivierend für die Bedi­en­steten: eine Tugend, von der die Deutsche Bahn unserer Tage weit ent­fernt ist.

Seit jeher hat die deutsche Eisenbahn­verwaltung großen Wert darauf gelegt, ihre Bahn­höfe durch gärt­ner­ische Anla­gen zu ver­schön­ern. Man pflanzte Bäume und Zier­sträucher, legte Rasen­flächen und Blu­men­beete an und ließ es auch nicht an anderen Verzierun­gen fehlen, die dem Geschmack jener Zeit entsprachen (und heute noch entsprechen wür­den!).

Zur Pflege und Erweiterung dieser Anla­gen wur­den Gärt­ner eingestellt, die sich auch der Län­dereien an der freien Strecke anzunehmen hat­ten. In bah­neige­nen Gärt­nereien und Baum­schulen soll­ten die erfol­gre­ichen Pflanzen und Gehölze herange­zo­gen wer­den. Mit der riesen­haften Aus­dehnung der Eisen­bahn erweit­ete sich auch das Arbeits­feld der Gärt­ner …

1959: Besuch im AW München-Freimannn

Freimann-1959

Der inter­es­sante Bericht über den elek­trischen Zug­be­trieb 15 kV, 16 2/3 Hz in Schle­sien im EK 2/2011 rief bei mir Erin­nerun­gen an eine Exkur­sion nach München und zum AW München-Freimann wach, die inzwis­chen mehr als 50 Jahre zurück­liegt.“ So schrieb uns Gerd Wolff.

Damals, in den Jahren 1957/59, scharte sich ein kleines Häufchen – nicht mehr als zwölf Stu­den­ten des Stu­di­en­fachs Maschi­nen­bau, Fachrich­tung Eisen­bahn – um den Lehrstuhl Schienen­fahrzeuge und Fördertech­nik von Herrn Pro­fes­sor Fink. Spur­führung­stech­nik lehrte Prof. Vogel, Wag­gonbau Prof. Kreis­sig und Elek­trische Bah­nen Prof. Kother, damals Dez­er­nent 25 bei der BD Köln. Seine Vor­lesun­gen began­nen stets mit einem Überblick über die Elek­tri­fizierung der (linken) Rhe­in­strecke, der wievielte Mast gestellt wor­den war, über den Bau­fortschritt bei den Unter­w­erken sowie der Bahn­strom­leitung. Für uns Stu­den­ten im 5. bis 8. Semes­ter war dies vor­wiegend The­o­rie, bis Köln oder Aachen war die Ober­leitung noch nicht vorge­drun­gen, und wer noch nicht südlich des „Weißwurstäqua­tors“ war, kan­nte elek­trische Loko­mo­tiven nur vom Hören­sagen.

Bei Prof. Kother ging es vor­rangig um die Neubauel­loks E 10, E 40, E 41 und E 50 – für mich sahen die alle gle­ich aus. Wir lern­ten das Innere, die Leis­tungsüber­tra­gung, Schal­tung, Steuerung und Stromüber­tra­gung ken­nen, ferner die Ausle­gung von Bahnstrom-Kraftwerken, Unter­w­erken und Bahn­strom­leitun­gen; alles nur The­o­rie, gese­hen hat­ten wir das noch nie. Um alles auch ein­mal prak­tisch zu erleben, bot Prof. Kother im März 1959 eine Exkur­sion nach München an, mit Besich­ti­gung der Bahn­stromkraftwerke Kochel am Walchensee/Kochelsee und Penzberg, die Zugspitzbahn und schließlich ein Besuch des AW Freimann …“

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„Rübezahl“ von Brawa in H0

et-89

Der „Rübezahl“ ist her­vor­ra­gend detail­liert. Feine Nietrei­hen am Rah­men, am Wagenkas­ten, auf dem Dach sowie an den bei­den Maximum-Drehgestellen zeich­nen das Mod­ell aus. Inter­es­san­ter­weise besitzen die Räder in den Drehgestellen unter­schiedliche Durchmesser. Das Laufrad als Scheiben­rad hat einen kleineren Durchmesser als das als Spe­ichen­rad aus­ge­führte Treibrad. Diese Kon­struk­tion war beim Vor­bild notwendig, um den Fahrmo­tor im Drehgestell unter­brin­gen zu kön­nen. Brawa hat dies auch im Mod­ell exakt nachemp­fun­den. Die gelun­gene Gestal­tung setzt sich auch auf dem Dach fort, ange­fan­gen von den fil­igra­nen Stromab­nehmern der Bauart SBS 9, über die Iso­la­toren und Dachlüfter bis zur Nach­bil­dung von Glocke und Pfeife. Während das DRG-Modell Über­gangs­bleche zu den Bei­wa­gen besitzt, sind die Büh­nenübergänge des ET 89 der DB mit Blech ver­schlossen. Beide Trieb­wa­gen besitzen eine mit der Fahrtrich­tung wech­sel­nde Stirn­beleuch­tung, außer­dem beleuchtete Innen– und Führerräume – im Dig­i­tal­be­trieb getrennt schalt­bar. Die beim DB-Modell vorhan­de­nen hochliegend ange­brachten Schlus­sleuchten sind nicht beleuchtete Attrap­pen. Gewohnt per­fekt sind Lack­ierung und Bedruck­ung der Mod­elle …

VT 12.5 von Roco in H0

vt-12

… anschließend wird der gekup­pelte Triebzug aufge­gleist. Zur Stro­mauf­nahme wer­den nur der Steuer­wa­gen und das Laufgestell des Motor­wa­gens herange­zo­gen, im Mit­tel­wa­gen sind die Kabel nur durchgeschleift. Über Jumper auf der Steuer­pla­tine im Motor­wa­gen ist die Stromab­nahme für den Wen­dezug­be­trieb ein­stell­bar – wahlweise vom Motor– oder vom Steuer­wa­gen aus.

Fazit

Roco schließt mit dem H0-Modell des VT 12.5 eine weit­ere Fahrzeuglücke. Der Triebzug ist in solider Roco-Manier gefer­tigt. Anstelle der aus­geschnit­te­nen Schürzen wäre …