Darüber berichtet der neue Eisenbahn-Kurier

EK Juli 2017

Eisenbahn-Kurier Juli 2017

Die August-Ausgabe 2017 liegt für Sie ab 14. Juli bei Ihrem Händler bereit

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EK Januar 2017

Eisenbahn-Kurier 1/2017

Vorbild-Themen

  • Bren­npunkt Eisen­bahn – Aktuelles ent­lang der Schiene
  • Mod­ul­bahn reist nach Moskau – Umzug einer H0-Anlage per Luxu­ss­chlafwa­gen
  • Berlin Haupt­bahn­hof: Seit zehn Jahren am Netz
  • Wieder Züge im Teu­to­burger Wald – Lap­p­wald­bahn ertüchtigt TWE-Strecke
  • Wilde Eilzug-Jagden: Zug­bil­dung mit der Bau­reihe 001 im Franken­land
  • End­spurt an der VDE 8.1: Inbe­trieb­nah­mephase der NBS Ebensfeld–Erfurt
  • Mit fast 60 in Rente – Zum Abschied der Bau­reihe 139/140 bei DB Cargo
  • Glo­be­trot­ter Indone­sien – „König Dampf“ in den let­zten Zügen

Seit 10 Jahren am Netz: Berlin Haupt­bahn­hof

Foto: Thomas NaumannFoto: Thomas Nau­mann Nur 15 Jahre sind seit den ersten Über­legun­gen zur Schaf­fung eines Haupt­bahn­hofes für Berlin ver­gan­gen, und das inklu­sive inten­siver Diskus­sio­nen mit teils erbit­terten Redeschlachten über das „wie“, das „wo“ und das „warum über­haupt“. Vor gut zehn Jahren, am 26. Mai 2006, wurde die gläserne Sta­tion ein­schließlich der neu– und aus­ge­bauten Zulauf­strecken dem Verkehr übergeben.

Mit­tler­weile hat sich der Berliner Haupt­bahn­hof in zehn Jahren prak­tisch rei­bungs­los bewältigtem All­t­ags­be­trieb fest im Verkehrs­geschehen der Bun­de­shaupt­stadt etabliert und den Anstoß zu mas­siven städte­baulichen Entwick­lung­sprozessen in seinem Umfeld gegeben.

Wieder Züge im Teu­to­burger Wald – Lap­p­wald­bahn ertüchtigt TWE-Strecke

Foto: Josef HögemannFoto: Josef Höge­mann Viele Jahre stand der Erhalt der Gesamt­strecke der Teu­to­burger Wald-Eisenbahn zwis­chen Ibben­büren und Hövel­hof auf der Kippe. Nicht nur Dank starkem pri­vaten Engage­ment und weit­sichtiger Kom­munen rollen nun wieder erste Räder.

Im Mai 2010 hatte das Unternehmen Cap­train öffentlich bekan­nt­gegeben, den Erhalt der rund 100 km lan­gen Teu­to­burger Wald-Eisenbahn nicht länger sub­ven­tion­ieren zu wollen. Zu diesem Zeit­punkt befan­den sich bere­its große Teile der Strecke in einem schlechten Unter­hal­tungszu­s­tand, so dass für die kom­menden Jahre zur Erhal­tung der Betrieb­ssicher­heit Investi­tio­nen im sieben­stel­li­gen Bere­ich erwartet wur­den. Es stand auch fest, dass der langjährige Stahl– und Schrottverkehr zwis­chen Pader­born und Lin­gen (Ems) ab dem 1. Okto­ber 2010 nach Kündi­gung der Verträge mit der DB AG ent­fallen und somit der größte Teil der Strecke plan­mäßig nicht mehr befahren würde. Verbleiben sollte lediglich die Bedi­enung der Bahn­höfe Güter­sloh Nord, Güter­sloh Ubf, Harsewinkel West, Ibbenbüren-Dörenthe und Versmold, wobei DB Schenker Rail die Bedi­en­fahrten mit eige­nen Loks und Per­sonal durch­führen wollte …

Wilde Eilzug-Jagden durchs Franken­land

Foto: Albert Schöppner, Archiv Jörg SauterFoto: Albert Schöpp­ner, Archiv Jörg SauterFahrplanspezial­ist Ronald Krug hat sich der mit 001 bespan­nten Eilzüge Hof – Würzburg der Jahre 1969 bis 1973 angenom­men und dabei beein­druck­ende Höch­stleis­tun­gen der Hofer Schnel­lzu­gloks ent­deckt. Wir haben seinen Beitrag zum Anlass genom­men, den von ihm beschriebe­nen E 1794 auch in unserer Serie „Zug­bil­dung in Vor­bild und Mod­ell“ aufzu­greifen.

 Die 001 180 des Bay­erischen Eisen­bah­n­mu­se­ums (BEM) bespan­nte am 18. Sep­tem­ber 2016 auf der let­zten Etappe der großen IGE-Europa-Dampfzugreise den IGE-Sonderzug von Pas­sau nach Nürn­berg. Im Zug traf ich Richard Peck, den bekan­nten britis­chen Dampflok­spezial­is­ten und Zeit­nehmer, der früher zahlre­iche dampf­be­span­nte Schnel­lzüge in Deutsch­land pro­tokol­liert hatte. Wir sprachen über 001 180 und ihre Leis­tun­gen beim Bahn­be­trieb­swerk Hof über die Schiefe Ebene, ins­beson­dere aber über ihr „Jag­drevier“ zwis­chen Bam­berg und Licht­en­fels. Da fiel der Name Alas­tair Wood, der auf eben dieser Strecke zahlre­iche exakte Fahrt­pro­tokolle (Logs) erstellt hatte. „Yes, he is on the train“  …

Inbe­trieb­nah­mephase der Neubaus­trecke Ebens­feld – Erfurt

Foto: DB AGFoto: DB AGAuf dem rund 107 km lan­gen Abschnitt der VDE 8 zwis­chen Erfurt und Ebens­feld laufen in diesen Tagen die let­zten Arbeiten. Im Dezem­ber 2017 soll die kom­plette VDE 8 von Berlin über Erfurt nach Nürn­berg in Betrieb gehen und damit die Fahrzeit von Berlin nach München in vier Stun­den ermöglichen.

 Derzeit benöti­gen die ICE-Züge durch das Saale­tal über Jena, Saalfeld und Licht­en­fels für die Strecke Berlin – München noch eine Fahrzeit von knapp sechs Stun­den. Anfang Sep­tem­ber 2016 wur­den mit dem Lück­en­schluss der Neubaus­trecke Erfurt – Ebens­feld zwis­chen Bay­ern und Thürin­gen die Bauar­beiten auf der Neubaus­trecke weit­ge­hend abgeschlossen. Doch noch gibt es Einiges bis zur plan­mäßi­gen Betrieb­sauf­nahme im Dezem­ber 2017 zu tun.

Ende Sep­tem­ber fan­den auf den Stahlbrücken des Neubauab­schnitts der VDE 8.1 umfan­gre­iche Belas­tungs­fahrten statt (vgl. Bild im EK 11/2016, S. 11). Dazu wur­den auf der Flut­mulden­brücke und der Main­brücke bei Bad Staffel­stein messtech­nis­che Belas­tung­stests durchge­führt …

Zum Abschied der let­zten 139/140 bei DB Cargo

Foto: Dirk HöllerhageFoto: Dirk Höller­hageWie oft DB Cargo „endgültig“ beschlossen hat, sich von den Bau­reihe 139/140 zu tren­nen, weiß inzwis­chen wohl nie­mand mehr. Doch nun ist es tat­säch­lich soweit. Per­sön­liche Gedanken zum Abschied einer „Allerwelts-Lok“.

Kaum vorstell­bar, aber es gab Zeiten, da stand ich kam­er­abehangen am Bah­n­damm und ärg­erte mich, wenn wieder eine Dampflok der Bau­reihe 50 anger­auscht kam. Eine 23, eine hochbeinige 01 – oder besser noch – eine preußis­che P 8 mussten es sein! Aber doch keine Land­plage wie diese Fün­fziger! Und niemals, wirk­lich niemals hätte ich damals auch nur ansatzweise daran gedacht, in ferner Zukunft ein­mal einer Allerwelts-Elektrolokomotive wie der E 40 nachzu­trauern!

Wie sich die Zeiten ändern. Jetzt ist es soweit. Mal ehrlich – kon­nte sich irgend­je­mand der ergrauten Fange­meinde hierzu­lande einen Eisen­bahn­be­trieb ohne diese fahren­den „Kästen“ der ersten Nachkriegs­gen­er­a­tion vorstellen? Der Abge­sang der Altbau-Elloks in den achtziger Jahren war schon trau­rig. Doch dann ver­schwan­den auch ihre Ver­wandten in Form der mächti­gen 150 von den Gleisen. Es fol­gten die „Knall­frösche“ der Bau­reihe 141. Auch die „Schnell­fahrer“ der Bau­reihe 110 wan­derten mehr und mehr aufs Abstell­gleis. Spätestens jetzt begriff jeder: Es geht dem kläglichen Rest der guten alten Elek­troeisen­bahn wirk­lich an den Kra­gen! Dabei gehörten die ab 1957 über einen Zeitraum von 17 Jahre (!) gebauten 140 doch ein­fach zum Eisen­bah­ngeschehen in Deutsch­land dazu! Ihre hohe Stück­zahl von 879 Exem­plaren ließ sie – wie einst die „Fün­fziger“ – eben­falls zur Land­plage wer­den. Über­all in der Repub­lik war sie anzutr­e­f­fen. Und nicht nur vor Güterzü­gen!


Modell-Themen im EK 1/2017

Vossloh G 6 in 1:87 von Piko
Reihe 1046 der ÖBB in H0 von Roco
Bernhard Lenz hat in Köln auf der IMA gut lachen.
DB-Baureihe 614 in H0 von Liliput
Der Molkerei-Bausatz in H0 von Faller
Voss­loh G 6 in 1:87 von PikoFoto: jsk
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  • Verbesserter SSkm 49 in H0: US-Flachwagen als Epoche-III-Supermodell
  • Bru­tal­is­tis­che Brücke – Sichtbeton-Unterführung für Epoche III-VI
  • Keine Angst vor dün­nen Drähten: Das DC-Car-System – Teil 3: Fahrzeugum­bau
  • Vossloh-G 6 in 1:87 – Epoche-VI-Industriediesellok von Piko
  • Ungewöhn­liche ÖBB-Ellok – Reihe 1046 in H0 von Roco
  • Branchen­tr­e­ff­punkt IMA Köln – 33. Inter­na­tionale Modellbahn-Ausstellung
  • Nahverkehrs-VT der Epoche IV: DB-Baureihe 614 in H0 von Liliput
  • Mod­ell­bahn am Bodensee – Fasz­i­na­tion Mod­ell­bau in Friedrichshafen
  • Alles nur Flaschen … – Der Molkerei-Bausatz in H0 von Faller
RUBRIKEN:

Flohmarkt • Modellbahn-Kolumne • Neuheiten-Kurier • Ver­anstal­tun­gen Vorbild/Modell • Impressum/Leserbriefe

Verbesserter SSkm 49 in H0

Foto: Marc HeckmannFoto: Marc Heck­mann

Während des Zweiten Weltkriegs gelangten u. a. viele Flach­wa­gen amerikanis­cher Bauart nach Europa,von denen über 3.300 Stück zur DB kamen. Marc Heck­mann zeigt, was sich aus dem alten Klein-Modell machen lässt und welche fasz­inzierende Belade­möglichkeiten es gibt …

Sichtbeton-Unterführung für Epoche III-VI

Foto: Jens KaupFoto: Jens Kaup

Kürzere Beton­brücken als Bah­nun­ter­führun­gen sind bei der Bahn all­ge­gen­wär­tig und wer­den kaum wahrgenom­men. Auf der Mod­ell­bah­nan­lage kann ein solches unschein­bares Bauw­erk zum Blick­fang wer­den, wie Vamp­isol mit seiner neuen Brücke für die Spur­weiten H0 und 0 beweist …