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40 Jahre AMTRAK

Acela-_New_York_City_2Ein ACELA-Hochgeschwindigkeitszug (Bombardier/ALSTOM) erreicht New York City. Foto: AMTRAK

19.03.201 (Amtrak/Siemens): AMTRAK feiert am 1. Mai 2011 sein 40jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wird am vierten NATIONAL TRAIN DAY am 7. Mai 2011 ausgiebig gefeiert und unter anderem in Washington ein „Ausstellungszug“ vorgestellt.

Der aus zwei historischen Lokomotiven und einem sanierten Gepäckwagen bestehende Zug wird anschliessend auf eine Ausstellungs-Rundreise gehen. 

Auf einem Streckennetz von ca. 33.800 Kilometern bedient AMTRAK täglich mit mehr als 300 Zügen mehr als 500 Bahnhöfe.

tn_us-amtrak-acs64-loco-impression-siemensDie neuen AMTRAK-„Cities Sprinter“ aus dem Haus Siemens. Zeichnung: AMTRAK/Siemens

Neue Lokomotiven von Siemens

Bereits Ende Oktober letzten Jahres hatte Amtrak bei Siemens 70 elektrische Lokomotiven vom Typ „Cities Sprinter“ im Wert von rund 338 Millionen Euro bestellt. Damit verkaufte Siemens erstmals Lokomotiven auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt, der zuletzt ein durchschnittliches Auftragsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro jährlich aufwies. Die Cities Sprinter sind ein Teil einer umfangreichen Fahrzeug-Erneuerung, die Amtrak im Personenverkehr im so genannten Northeast Corridor startet, der zwischen Boston und Washington die stärkste Fernverkehrsstrecke der USA darstellt. 

Die neuen Lokomotiven basieren auf den Eurosprinter- und Vectron-Produktlinien von Siemens. Sie sind für die drei Fahrspannungen 25 kV, 12,5 kV und 12 kV ausgerüstet und erreichen eine Leistung von bis zu 6.400 kW. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen erreichen sie damit eine wesentlich höhere Leistung. Im Betrieb mit bis zu 18 Wagen pro Zug und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ist so eine größere Fahrplandichte möglich. 

Die Cities Sprinter erfüllen die neuesten Sicherheitsanforderungen und Crash-Normen der Federal Railroad Administration (FRA). So hat der verstärkte Wagenkasten eine spezielle Knautschzone und erlaubt eine kontrollierte Deformation bei einem Zusammenstoß. Eine weitere neue Vorschrift ist ein „Sicherheitskäfig“ um die Fahrerkabine, der den Lokführer im Kollisionsfall schützt. Zudem wurde ein Aufkletterschutz integriert und ein besonders großer Wert auf die Wartungsfreundlichkeit gelegt. Antriebsmotor und Radsätze können zum Beispiel jeweils einzeln in kurzer Zeit getauscht werden, ohne das Drehgestell absenken zu müssen. Auch alle anderen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten wurden vereinfacht und die Komponenten im Maschinenraum leichter zugänglich angeordnet sind.

Die neuen Lokomotiven werden zum überwiegenden Teil im Siemens-Werk in Sacramento in Kalifornien gefertigt, das erst im vergangenen Jahr für 26 Millionen US-Dollar erheblich erweitert wurde.