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Neues Traktionskonzept für die S-Bahn Nürnberg

Bild_11Bild 1: Nürnberger S-Bahn-Zug, bespannt mit zwei Lokomotiven der Baureihe 143, auf dem im Ausbau befindlichen Abschnitt Nürnberg - Fürth bei Doos. Foto: KR

01.04.2011 (KR): Die zum letzten Fahrplanwechsel im Dezember 2010 deutlich erweiterte S-Bahn Nürnberg (siehe auch EK 3/2011) leidet nicht nur unter noch nicht fertiggestellten Strecken und Bahnhofsanlagen, sondern auch, bedingt durch die seit zwei Jahren überfälligen Zulassung der Talent 2-Züge,  unter einem eklatanten Lokomotivmangel.

Behalf sich DB Regio Nordbayern bislang mit aus dem Ruhrgebiet entliehenen, mittlerweile auch 30 Jahren alten S-Bahnfahrzeugen der x-Wagenfamilie, die mit Lokomotiven der Baureihen 111 und 143, auch in Sandwichtraktion (siehe Bild 1) , bespannt wurden, konnte jetzt einbahnbrechendes Traktionskonzept gefunden und getestet werden, das zur Lösung der brennenden Probleme beiträgt. 

Ausgehend von einer Anregung aus dem Controllingbereich von DB-Regio, sich doch von diesen für die Fahrgastbeförderung nutzlosen und nur Kosten verursachenden roten Lokomotiven vor und/oder hinter den Zügen endlich zu trennen, gelang den Maschinentechnikern von DB Regio Nürnberg der große Durchbruch: der lokomotivenfreie Wendezug. Diese innovative Garnitur besteht aus aus einem Bxf-Steuerwagen an jedem Zugende und zwei Bx-Mittelwagen.

Erste Versuchsfahrten wurden ab Rosenmontag diesen Jahres durchgeführt, die uns trotz aller Geheimhaltungsmaßnahmen nicht entgangen sind.

Bild_21Bild 2: Versuchszug auf der Siebenbogenbrücke in Fürth. Foto: KR

Bild_31Bild 3: Versuchszug bei Hirschaid. Foto: KR

Bild_41Bild 4: Versuchzug bei Forchheim. Foto: KR

Zur Tarnung und als „Angstlok“ wurde noch eine Lokomotive der Baureihe 111 mitgeführt. Die gewöhnlich gut unterrichteten Kreise berichten, dass die zum Patent angemeldete Neuerung die überall vorhandene und insbesondere in Mittelfranken im Überfluss auftretende Corioliskraft nutzt, die über ein satelitengestütztes System in Antriebsenergie umgewandelt wird. Beim Bremsen kann Bewegungsenergie wieder zurüchgewandelt werden, so dass der Entropiehaushalt nicht gestört wird. Für das Durchfahren corioliskraftneutraler Zonen wurde in jedem Wagen ein CO2-freier Gummifadenmotor eingebaut. Die Versuchsfahrten verliefen derart erfolgreich, dass das EBA einem Fahrgasteinsatz ohne Nebenbestimmungen zustimmte. Der Zug wird ab 1.4. 2011 auf der S 1 (Hartmannshof—Nürnberg—Bamberg) eingesetzt. Dem Vernehmen nach sollen Verkehrsminister Ramsauer und Forschungsministerin Schavan um 10:00 h in Nürnberg den Startschuß geben. Der EK wünscht dem neuen Zug und seinen Fahrgästen einen gute Tag.

Text und Aufnahmen: Karl Ramseier