Rhein­tal­bahn: Der Verkehr rollt wieder – Güter­verkehr kehrt mit hoher Aus­las­tung zurück

xInternational Rastattless MRCE ES 64 F4 290 erster Gueterzug Rastatt SBB Cargo 2 10 17 KopieDie an SBB Cargo Inter­na­tional ver­mi­etete MRCE ES 64 F4-290 befuhr die Rhein­tal­bahn bei Ras­tastt am 2. Okto­ber 2017 als Zug­fahrzeug des ersten Güterzuges nach dem Streck­e­nun­ter­bruch. Dafür wurde die Lok mit einem ein­deuti­gen State­ment bek­lebt: Auf der einen Seite mit „Aus­geRas­tatt!“ in Deutsch auf der anderen mit „Ras­tat­t­less!“ in Englisch. Foto: SBB Cargo

Nach rund sieben Wochen Unter­brechung fahren seit 2. Okto­ber 2017 wieder Züge auf der wichti­gen Strecke zwis­chen Karl­sruhe und Basel. Seit Betrieb­sstart in der Nacht um 0:01 Uhr ver­läuft der Bah­n­verkehr rei­bungs­los. Ins­beson­dere der Güter­verkehr wird auf der Rhein­tal­bahn mit hohem Aufkom­men zurück­kehren. Dies geht aus den Trasse­nan­mel­dun­gen der Güter­verkehrsun­ternehmen her­vor. An Spitzen­t­a­gen sind bere­its wieder fast 180 Güterzüge angemeldet.

„Die Züge auf der Rhein­bahn fahren wieder! Die mehrwöchige Sper­rung war eine enorme Her­aus­forderung für alle Beteiligten, die wir vor allem durch die engagierte Zusam­me­nar­beit gut gemeis­tert haben. Unseren Kun­den möchten wir aus­drück­lich für ihr Ver­ständ­nis und ihre Geduld danken“, betonte Sven Hantel, Konz­ern­bevollmächtigter der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg.

Bis zu 30000 Reisende täglich mit Bussen befördert
Auf der Strecke zwis­chen Karl­sruhe und Baden-Baden sind täglich bis zu 300000 Reisende unter­wegs, die während der Sper­rung in Busse umsteigen mussten und damit rund eine Stunde länger unter­wegs waren. Ins­ge­samt fuhren die Busse jeden Tag bis zu 450 Mal zwis­chen Ras­tatt und Baden-Baden und zurück. In Ras­tatt halfen 60 zusät­zliche Mitar­beiter den Reisenden beim Umsteigen und verteil­ten neben Wasser auch 400000 Reisegutscheine im Wert von je 10 Euro.

Zudem haben die DB und der Karl­sruher Verkehrsver­bund sehr schnell und unbürokratisch Kulanzregelun­gen für Abokun­den vere­in­bart: Diese erhal­ten für die Dauer der Sper­rung die Hälfte ihres Tick­etwerts zurück. Die DB wird dazu aktiv auf alle betrof­fe­nen DB-Abo-Kunden (Fern– und Nahverkehr) zuge­hen. Kun­den mit jährlichem Bankeinzug erhal­ten eine Gutschrift auf ihr Konto, Kun­den mit monatlicher Zahlung wird die Gutschrift mit dem näch­st­fäl­li­gen Monats­be­trag ver­rech­net. Die Abon­nen­ten des KVV müssen sich proak­tiv melden, um entschädigt zu wer­den.

3000 Ton­nen Beton sta­bil­isieren die Rhein­tal­bahn
Die Bauar­beiten zur Wieder­her­stel­lung der Strecke ver­liefen rei­bungs­los und waren sogar fünf Tage schneller fer­tig als ursprünglich geplant. Allein für die Beton­plat­ten unter den Gleisen wur­den rund 540 Ton­nen Bewehrungsstahl und 3000 Ton­nen Beton ver­ar­beitet.

Im Bere­ich der Tun­nel­baustelle wur­den an den Gleisen der Rhein­tal­bahn wieder Sen­soren und Mes­sein­rich­tun­gen instal­liert. Diese überwachen lück­en­los und rund um die Uhr die Lage der Gleise über der Tun­nel­röhre.

Quelle: SBB Cargo / Pressemel­dung SBB