BLS und Stadler unterze­ich­nen Ver­trag für 52 neue Züge

x50026814518 1586423884774891 3741177573965525259 nFoto: Stadler Rail

Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Spuh­ler und BLS-CEO Bernard Guil­lel­mon haben am 15.1.2018 den Werk­liefer­ver­trag für die Beschaf­fung von 52 Zügen des Typs Flirt der neusten Gen­er­a­tion unterze­ich­net. Der Bund, die Kan­tone und der BLS-Verwaltungsrat haben die für die Beschaf­fung notwendige Mit­telzusage erteilt. Peter Spuh­ler ist stolz, nach dem Dop­pel­stock­triebzug MUTZ für die BLS den Flirt der neusten Gen­er­a­tion herzustellen: „Es freut uns beson­ders, dass wir mit dieser Beschaf­fung aus dem Thur­gau her­aus Schweizer Züge für die BLS liefern dür­fen.“ Das neue Fahrzeug ist laut Spuh­ler beson­ders leicht, energi­escho­nend und bietet den Reisenden höch­sten Kom­fort und Sicher­heit. „Das Ange­bot von Stadler für die grösste Zugs­beschaf­fung in der Geschichte der BLS überzeugt uns. Wir freuen uns, die neuen Züge ge– mein­sam mit Stadler zu entwick­eln und unsere Fahrgäste kün­ftig noch kom­fort­abler und zuver­läs­siger ans Ziel zu brin­gen“, sagte BLS-CEO Bernard Guil­lel­mon bei der Ver­trag­sun­terze­ich­nung.

BLS sichert sich Optio­nen für eine ein­heitliche Flotte

Mit den 52 neuen Zügen ersetzt die BLS ein­er­seits drei ältere Fahrzeug­typen und vere­in­heitlicht ihre Flotte. Damit wer­den der Betrieb, die Ein­satz­pla­nung und die Instand­hal­tung der Züge stark vere­in­facht. Ander­er­seits kann sie den geplanten Aus­bau des Region­alverkehrs im Kan­ton Bern sich­er­stellen. Der Kan­ton sieht unter anderem vor, im Kern­perime­ter der S-Bahn Bern den Vier­tel­stun­den­takt einzuführen. 28 Züge wer­den auf ver­schiede­nen Lin­ien der S-Bahn Bern einge­setzt. Für den RegioExpress-Verkehr bestellt die BLS vor­erst 24 statt 30 Züge, weil die Linie Bern-Neuenburg-La Chaux-de-Fonds kün­ftig nicht mehr als Regionalverkehrs-, son­dern als Fer­n­verkehrslinie betrieben wer­den soll. Damit die BLS für kün­ftige Entwick­lun­gen gerüstet ist und die Ein­heitlichkeit der Flotte langfristig sich­er­stellen kann, sichert sich die BLS die Option, weit­ere Züge des gle­ichen Typs nachzubestellen.

Kun­den reden bei der Aus­gestal­tung der neuen Züge mit

Ab Mitte 2018 wird Stadler in ihrem Werk in Buss­nang ein im Massstab 1:1 ange­fer­tigtes Mod­ell – eine so– genan­nte Maque­tte – bere­it­stellen. Anhand dieser Maque­tte konkretisiert die BLS und Stadler die Aus­gestal­tung der neuen Züge; etwa die Ausstat­tung der Ein­stiegs­bere­iche, die Art und Pol­sterung der Sitze oder die Grösse der Tis­che. Um die Bedürfnisse der Fahrgäste opti­mal zu berück­sichti­gen, bezieht die BLS ver­schiedene Kun­den­vertreter wie Pro Bahn, aus­gewählte Fahrgäste und Behin­dertenor­gan­i­sa­tio­nen eng mit in den Prozess ein. Voraus­sichtlich Anfang 2019 beginnt Stadler mit dem Bau des ersten Wagenkas­tens. Ab Mitte 2019 soll der erste Zug auf den Schienen getestet wer­den. Zwis­chen 2021 und 2025 nimmt die BLS die Züge schrit­tweise in Betrieb.

Die neuen Züge sind ein­stöckig und 105 Meter lang. Die Züge für den S-Bahn-Verkehr (28 Stück) und für den RegioExpress-Verkehr (24 Stück) sind tech­nisch iden­tisch. Sowohl die S-Bahn– wie auch die RegioExpress-Züge ver­fü­gen über nieder­flurige und grosszügige Ein­stiegs­bere­iche mit Steh­platz­zo­nen, grosse Fen­ster, Ablage­flächen, Steck­dosen in der 1. und 2. Klasse und guten Handyemp­fang. Die Regio­Ex­press– Züge wer­den mit einer Verpfle­gungszone aus­ges­tat­tet.

Quelle: Stadler Rail