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EK Dezember 2016

Eisenbahn-Kurier 12/2016

Vorbild-Themen

  • Brennpunkt Eisenbahn – Aktuelles entlang der Schiene
  • Baureihe 143 an Rhein und Ruhr – Vom Gast- zum Heimspiel
  • Ein schöner Zug! – Original Württemberger Fahrzeuge beim „Öchsle“
  • An der Nordseeküste … – Die Küstenschutzbahn Arensch
  • Am Bk 106 „rechts ab“ – Die Bielefelder „Gummibahn“
  • 60 Jahre gut getarnt … – Die Lokomotiven der Bundeswehr – Teil 2
  • Innovativ in die Zukunft – Neue Triebzüge für Westschweizer Bahnen

Baureihe 143 an Rhein und Ruhr

Foto: Ernst Andreas WeigertFoto: Ernst Andreas Weigert Im Jahr 1991 gelangten die ersten Lokomotiven der DR-Baureihe 243 mietweise in den äußersten Westen Deutschlands. In Dortmund und Düsseldorf fanden bald darauf fast 200 Maschinen eine neue Heimat. Nach 25 Jahren deuten die Zeichen jedoch auf Abschied.

Nach der Herstellung der Wirtschafts- und Währungsunion im Sommer 1990 im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung kam es zu einer Vereinbarung zwischen DB und DR über den gegenseitigen Einsatz ihrer Lokomotiven auf den Netzen der jeweils anderen Bahnverwaltung. Als erstes wurde der Einsatz der im Bau befindlichen DR-Baureihe 212 beschlossen, die zunächst vom Bw Mannheim 1 aus erprobt werden sollte, da die DR über keine Strecken für die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h verfügte. Während dieser Probeeinsatz nicht zustande kam, gelangte im Herbst 1990 jedoch die DR-Baureihe 243 im Westen zum Einsatz.

Württembergische Fahrzeuge beim „Öchsle“

Foto: Gerhard BaumFoto: Gerhard Baum Viele Museumseisenbahnen legen sehr großen Wert auf einen Einsatz möglichst authentischer Zuggarnituren auf ihren Strecken. Oft ist dies jedoch nicht möglich. Alexander Bückle berichtet darüber, wie sich der Bestand an Originalfahrzeugen aus Württemberg beim „Öchsle“ im Verlauf der vergangenen 31 Jahre entwickelt hat.

Wer kennt nicht das „Öchsle“, jene Schmalspurbahn von Ochsenhausen nach Warthausen, die einst nach Biberach weiterführte und heute als Museumsbahn in Betrieb ist. Nach der Einstellung des Personenverkehrs 1964 und des Güterverkehrs im Jahr 1983 sind seit 1985 Museumszüge beim „Öchsle“ unterwegs. Da zum Zeitpunkt der Aufnahme des musealen Betriebes weder originale Personenwagen noch Dampflokomotiven vorhanden waren bzw. beschafft werden konnten, wurden zunächst Loks aus Polen mit Wagen aus Österreich und der Schweiz eingesetzt. Wagen aus dem angrenzenden Ausland prägen auch heute noch das Bild bei der 750-mm-Schmalspurbahn. In den vergangenen Jahren sind jedoch zahlreiche Originalfahrzeuge auf die Strecke zurückgekehrt und teilweise auch wieder betriebsfähig aufgearbeitet worden.

Am Bk 106 rechts ab – die Bielefelder „Gummibahn“

Foto: Ernst Pankatz, Sammlung Josef HögemannFoto: Ernst Pankatz, Sammlung Josef HögemannIm Zweiten Weltkrieg scheute das Deutsche Reich keine Mühe, um den Bahnbetrieb auf den kriegswichtigen Versorgungs- und Nachschublinien der Reichsbahn aufrecht zu erhalten. Teilweise wurden sogar Umgehungsstrecken von strategisch wichtigen Bauwerken angelegt. Eine heute längst vergessene Umgehung befand sich bei Bielefeld.

Der Transport von Rüstungsgütern und sonstigem kriegswichtigen Material erfolgte in Deutschland bis weit in den Zweiten Weltkrieg hinein relativ ungestört. Zwar wurden immer wieder Bahnanlagen von den Alliierten bombardiert und fahrende Züge beschossen, aber nachhaltig stören konnten die punktuellen Luftangriffe die auf Hochtouren laufende Transportmaschinerie nicht. Im Frühjahr 1944 hatte dann die US-Airforce damit begonnen, im norddeutschen Raum Eisenbahnanlagen zu fotografieren, zu kartieren und zu vermessen. Die hier gewonnenen Erkenntnisse dienten als Grundlage für geplante massive Luftangriffe, u. a. auch auf die zwischen Hamm und Minden viergleisig ausgebaute strategisch wichtige Hauptbahn Ruhrgebiet – Hannover –Berlin.

An der Nordseeküste … die Küstenschutzbahn Arensch

Foto: Jens GrünebaumFoto: Jens GrünebaumSchon als „Klaus & Klaus“ im Jahr 1985 ihren bekannten Schlagersong einspielten, waren die Tage der letzten Küstenschutzbahnen an Deutschlands Nordseeküste gezählt. Lässt man die Halligbahnen im Nordwesten Schleswig-Holsteins außen vor, rollt in der Nähe von Cuxhaven heute die letzte Feldbahn durchs deutsche Wattenmeer. Jens Grünebaum hat die Bahn für uns besucht.

Der Küstenschutz hat an der deutschen Nordseeküste eine lange Tradition – und auch der Einsatz von Feldbahnmaterial hat dabei schon über 100 Jahre Bestand. Raupen und schwere Baufahrzeuge wurden aber spätestens ab den siebziger Jahren zur ernsten Konkurrenz der kleinen Bahnen. Viele von ihnen wurden aufgelassen und abgebaut, so dass es heute  nicht mal mehr eine Handvoll von ihnen gibt. Doch in der Nähe von Cuxhaven existiert noch eine richtige Küstenschutzbahn mit Feldbahnmaterial und wackeligen Gleisen …
Der „Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz“ (NLWK) betreibt vom Bauhof Arensch aus Küstenschutzmaßnahmen im Spieker und Duhner Anwachs, wie sich die vor dem Deich gelegene Landgewinnung durch Lahnungen und Gräben nennt. Bei jedem normalen Hochwasser bleiben so Sedimente zurück, und mit der Zeit bilden sich nach der Ansiedlung des Quellers die Salzwiesen heraus.

Neue Triebzüge für Westschweizer Bahnen

Foto: Urs JossiFoto: Urs JossiDas Schweizer Regionalbahn-Netz wird mit bedeutenden Investitionen modernisiert. Alleine in der Westschweiz konnten seit Frühjahr 2015 über 25 Schmalspurfahrzeuge des Herstellers Stadler Rail bei verschiedenen Bahnen in Betrieb genommen werden.

Die Schweiz gilt als Eldorado unterschiedlicher Privatbahnen, die ihre Infrastruktur mit Strecken, Bauwerken und Fahrzeugen überwiegend in eigener Regie unterhalten und betreiben. Viele dieser Gesellschaften erbringen ihre Leistungen im öffentlichen Personennahverkehr. Sie gewährleisten ein attraktives Angebot, das fast flächendeckend auf einem stündlichen Taktfahrplan basiert und möglichst gute Anschlüsse an die mit den Zentren verbundenen SBB-Strecken gewährleistet. Bei großer Nachfrage während des Berufsverkehrs werden heute vielerorts sogar halb- oder viertelstündliche Verbindungen angeboten. An der Finanzierung des Bahnbetriebes beteiligen sich neben der Bundesregierung auch die Kantone und Kommunen, die bei vielen Privatbahngesellschaften auch die Aktienmehrheit besitzen. Die durch die Besteller zu zahlenden Zugfahrten werden in einer Leistungsvereinbarung geregelt. Nur dank dieser öffentlichen Abgeltungen sind kundenfreundliche Fahrpläne zu gegenüber dem Straßenverkehr konkurrenzfähigen Preisen möglich.


Modell-Themen im EK 12/2016

Im großen Neuheitenteil – die Baureihe 95.0 (pr. T 20) in H0 von Märklin
35 Jahre Fremo – Treffen in Riesa
Märklins neue Central Station 3 plus
Modell-Hobby-Spiel in Leipzig
Autonomer Straßenverkehr im Modell – Teil 2
Im großen Neuheitenteil – die Baureihe 95.0 (pr. T 20) in H0 von MärklinFoto: jsk
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  • 21. Modell-Hobby-Spiel – das Messe-Highlight im Osten
  • 35 Jahre FREMO – Jubiläumstreffen in Riesa
  • Autonomer Straßenverkehr – das DC-Car-System – Teil 2: Einfache Steuerung
  • Total normal! – P 2654 im Sommer 1958 – Zugbildung in Vorbild & Modell
  • Putzen kann Spaß machen – Märklins neue Central Station 3 plus
  • Erstklassiger Preuße in H0 – Mehr Wagenmathematik: 2 × B3 Pr 07 = 1 × A3 Pr 04
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Der P 2654 im Sommer 1958

Foto: chFoto: ch

In unserer Serie „Zugbildung in Vorbild und Modell“ spielt dieses Mal der P 2654 von Flensburg nach Neumünster aus dem Jahr 1958 die Hauptrolle. Eine pr. P 8, Preußenwagen und „Donnerbüchsen“ waren in den fünfziger Jahren noch ein alltägliches Zugbild. Aus heutiger Sicht macht gerade die vermeintlich unscheinbare Zusammenstellung den besonderen Reiz dieser Zuggarnitur aus.

Erstklassiger Preuße in H0

Foto: Marc HeckmannFoto: Marc Heckmann

Nach dem Bau eines zwei­klassigen Preußen im EK 10/2016 zeigt uns Christoph von Neumann den Bau eines preußischen Abteilwagens 1. Klasse in Epoche-III-Ausführung, der u. a. mit Bauteilen aus seinem ­Programm von CN-Modell gebaut wird.