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EK Januar 2017

Eisenbahn-Kurier 1/2017

Vorbild-Themen

  • Brennpunkt Eisenbahn – Aktuelles entlang der Schiene
  • Modulbahn reist nach Moskau – Umzug einer H0-Anlage per Luxusschlafwagen
  • Berlin Hauptbahnhof: Seit zehn Jahren am Netz
  • Wieder Züge im Teutoburger Wald – Lappwaldbahn ertüchtigt TWE-Strecke
  • Wilde Eilzug-Jagden: Zugbildung mit der Baureihe 001 im Frankenland
  • Endspurt an der VDE 8.1: Inbetriebnahmephase der NBS Ebensfeld–Erfurt
  • Mit fast 60 in Rente – Zum Abschied der Baureihe 139/140 bei DB Cargo
  • Globetrotter Indonesien – „König Dampf“ in den letzten Zügen

Seit 10 Jahren am Netz: Berlin Hauptbahnhof

Foto: Thomas NaumannFoto: Thomas Naumann Nur 15 Jahre sind seit den ersten Überlegungen zur Schaffung eines Hauptbahnhofes für Berlin vergangen, und das inklusive intensiver Diskussionen mit teils erbitterten Redeschlachten über das „wie“, das „wo“ und das „warum überhaupt“. Vor gut zehn Jahren, am 26. Mai 2006, wurde die gläserne Station einschließlich der neu- und ausgebauten Zulaufstrecken dem Verkehr übergeben.

Mittlerweile hat sich der Berliner Hauptbahnhof in zehn Jahren praktisch reibungslos bewältigtem Alltagsbetrieb fest im Verkehrsgeschehen der Bundeshauptstadt etabliert und den Anstoß zu massiven städtebaulichen Entwicklungsprozessen in seinem Umfeld gegeben.

Wieder Züge im Teutoburger Wald – Lappwaldbahn ertüchtigt TWE-Strecke

Foto: Josef HögemannFoto: Josef Högemann Viele Jahre stand der Erhalt der Gesamtstrecke der Teutoburger Wald-Eisenbahn zwischen Ibbenbüren und Hövelhof auf der Kippe. Nicht nur Dank starkem privaten Engagement und weitsichtiger Kommunen rollen nun wieder erste Räder.

Im Mai 2010 hatte das Unternehmen Captrain öffentlich bekanntgegeben, den Erhalt der rund 100 km langen Teutoburger Wald-Eisenbahn nicht länger subventionieren zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits große Teile der Strecke in einem schlechten Unterhaltungszustand, so dass für die kommenden Jahre zur Erhaltung der Betriebssicherheit Investitionen im siebenstelligen Bereich erwartet wurden. Es stand auch fest, dass der langjährige Stahl- und Schrottverkehr zwischen Paderborn und Lingen (Ems) ab dem 1. Oktober 2010 nach Kündigung der Verträge mit der DB AG entfallen und somit der größte Teil der Strecke planmäßig nicht mehr befahren würde. Verbleiben sollte lediglich die Bedienung der Bahnhöfe Gütersloh Nord, Gütersloh Ubf, Harsewinkel West, Ibbenbüren-Dörenthe und Versmold, wobei DB Schenker Rail die Bedienfahrten mit eigenen Loks und Personal durchführen wollte …

Wilde Eilzug-Jagden durchs Frankenland

Foto: Albert Schöppner, Archiv Jörg SauterFoto: Albert Schöppner, Archiv Jörg SauterFahrplanspezialist Ronald Krug hat sich der mit 001 bespannten Eilzüge Hof – Würzburg der Jahre 1969 bis 1973 angenommen und dabei beeindruckende Höchstleistungen der Hofer Schnellzugloks entdeckt. Wir haben seinen Beitrag zum Anlass genommen, den von ihm beschriebenen E 1794 auch in unserer Serie „Zugbildung in Vorbild und Modell“ aufzugreifen.

 Die 001 180 des Bayerischen Eisenbahnmuseums (BEM) bespannte am 18. September 2016 auf der letzten Etappe der großen IGE-Europa-Dampfzugreise den IGE-Sonderzug von Passau nach Nürnberg. Im Zug traf ich Richard Peck, den bekannten britischen Dampflokspezialisten und Zeitnehmer, der früher zahlreiche dampfbespannte Schnellzüge in Deutschland protokolliert hatte. Wir sprachen über 001 180 und ihre Leistungen beim Bahnbetriebswerk Hof über die Schiefe Ebene, insbesondere aber über ihr „Jagdrevier“ zwischen Bamberg und Lichtenfels. Da fiel der Name Alastair Wood, der auf eben dieser Strecke zahlreiche exakte Fahrtprotokolle (Logs) erstellt hatte. „Yes, he is on the train“  …

Inbetriebnahmephase der Neubaustrecke Ebensfeld – Erfurt

Foto: DB AGFoto: DB AGAuf dem rund 107 km langen Abschnitt der VDE 8 zwischen Erfurt und Ebensfeld laufen in diesen Tagen die letzten Arbeiten. Im Dezember 2017 soll die komplette VDE 8 von Berlin über Erfurt nach Nürnberg in Betrieb gehen und damit die Fahrzeit von Berlin nach München in vier Stunden ermöglichen.

 Derzeit benötigen die ICE-Züge durch das Saaletal über Jena, Saalfeld und Lichtenfels für die Strecke Berlin – München noch eine Fahrzeit von knapp sechs Stunden. Anfang September 2016 wurden mit dem Lückenschluss der Neubaustrecke Erfurt – Ebensfeld zwischen Bayern und Thüringen die Bauarbeiten auf der Neubaustrecke weitgehend abgeschlossen. Doch noch gibt es Einiges bis zur planmäßigen Betriebsaufnahme im Dezember 2017 zu tun.

Ende September fanden auf den Stahlbrücken des Neubauabschnitts der VDE 8.1 umfangreiche Belastungsfahrten statt (vgl. Bild im EK 11/2016, S. 11). Dazu wurden auf der Flutmuldenbrücke und der Mainbrücke bei Bad Staffelstein messtechnische Belastungstests durchgeführt …

Zum Abschied der letzten 139/140 bei DB Cargo

Foto: Dirk HöllerhageFoto: Dirk HöllerhageWie oft DB Cargo „endgültig“ beschlossen hat, sich von den Baureihe 139/140 zu trennen, weiß inzwischen wohl niemand mehr. Doch nun ist es tatsächlich soweit. Persönliche Gedanken zum Abschied einer „Allerwelts-Lok“.

Kaum vorstellbar, aber es gab Zeiten, da stand ich kamerabehangen am Bahndamm und ärgerte mich, wenn wieder eine Dampflok der Baureihe 50 angerauscht kam. Eine 23, eine hochbeinige 01 – oder besser noch – eine preußische P 8 mussten es sein! Aber doch keine Landplage wie diese Fünfziger! Und niemals, wirklich niemals hätte ich damals auch nur ansatzweise daran gedacht, in ferner Zukunft einmal einer Allerwelts-Elektrolokomotive wie der E 40 nachzutrauern!

Wie sich die Zeiten ändern. Jetzt ist es soweit. Mal ehrlich – konnte sich irgendjemand der ergrauten Fangemeinde hierzulande einen Eisenbahnbetrieb ohne diese fahrenden „Kästen“ der ersten Nachkriegsgeneration vorstellen? Der Abgesang der Altbau-Elloks in den achtziger Jahren war schon traurig. Doch dann verschwanden auch ihre Verwandten in Form der mächtigen 150 von den Gleisen. Es folgten die „Knallfrösche“ der Baureihe 141. Auch die „Schnellfahrer“ der Baureihe 110 wanderten mehr und mehr aufs Abstellgleis. Spätestens jetzt begriff jeder: Es geht dem kläglichen Rest der guten alten Elektroeisenbahn wirklich an den Kragen! Dabei gehörten die ab 1957 über einen Zeitraum von 17 Jahre (!) gebauten 140 doch einfach zum Eisenbahngeschehen in Deutschland dazu! Ihre hohe Stückzahl von 879 Exemplaren ließ sie – wie einst die „Fünfziger“ – ebenfalls zur Landplage werden. Überall in der Republik war sie anzutreffen. Und nicht nur vor Güterzügen!


Modell-Themen im EK 1/2017

Vossloh G 6 in 1:87 von Piko
Reihe 1046 der ÖBB in H0 von Roco
Bernhard Lenz hat in Köln auf der IMA gut lachen.
DB-Baureihe 614 in H0 von Liliput
Der Molkerei-Bausatz in H0 von Faller
Vossloh G 6 in 1:87 von PikoFoto: jsk
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  • Verbesserter SSkm 49 in H0: US-Flachwagen als Epoche-III-Supermodell
  • Brutalistische Brücke – Sichtbeton-Unterführung für Epoche III-VI
  • Keine Angst vor dünnen Drähten: Das DC-Car-System – Teil 3: Fahrzeugumbau
  • Vossloh-G 6 in 1:87 – Epoche-VI-Industriediesellok von Piko
  • Ungewöhnliche ÖBB-Ellok – Reihe 1046 in H0 von Roco
  • Branchentreffpunkt IMA Köln – 33. Internationale Modellbahn-Ausstellung
  • Nahverkehrs-VT der Epoche IV: DB-Baureihe 614 in H0 von Liliput
  • Modellbahn am Bodensee – Faszination Modellbau in Friedrichshafen
  • Alles nur Flaschen … – Der Molkerei-Bausatz in H0 von Faller
RUBRIKEN:

Flohmarkt • Modellbahn-Kolumne • Neuheiten-Kurier • Veranstaltungen Vorbild/Modell • Impressum/Leserbriefe

Verbesserter SSkm 49 in H0

Foto: Marc HeckmannFoto: Marc Heckmann

Während des Zweiten Weltkriegs gelangten u. a. viele Flachwagen amerikanischer Bauart nach Europa,von denen über 3.300 Stück zur DB kamen. Marc Heckmann zeigt, was sich aus dem alten Klein-Modell machen lässt und welche faszinzierende Belade­möglichkeiten es gibt …

Sichtbeton-Unterführung für Epoche III-VI

Foto: Jens KaupFoto: Jens Kaup

Kürzere Betonbrücken als Bahnunterführungen sind bei der Bahn allgegenwärtig und werden kaum wahrgenommen. Auf der Modellbahnanlage kann ein solches unscheinbares Bauwerk zum Blickfang werden, wie Vampisol mit seiner neuen Brücke für die Spurweiten H0 und 0 beweist …